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von Elmar Sing

Auswirkung der Digitalisierung auf die Arbeitswelt

Werden intelligente maschinelle Systeme die menschliche Arbeit zunehmend ersetzen? Sicher ist, dass sich Arbeit im Kontext der schnellen Verbreitung digitaler Technologien deutlich wandeln wird. So steht vor allem die industrielle Arbeit im Fokus, diskutiert unter dem Label Industrie 4.0. Auf dem gegenwärtigen Stand der technologischen Entwicklungen sind die Prognosen zu Beschäftigung und Arbeitsmarkt sehr widersprüchlich. Szenarien lassen sich durch „Upgrading“, „Polarisierung“ und „Flexibilisierung und Entgrenzung“ überschreiben, Barrieren oder begrenzte Beherrschbarkeit des Technologieeinsatzes erhöhen die Divergenz von Prognosen. Es ist wohl eher damit zu rechnen, dass sich Arbeitsformen dynamisch und oftmals unkalkulierbar wandeln, mit weitreichenden Konsequenzen auf die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten und entsprechenden Auswirkungen auf die Qualifikationserfordernisse. Hohen Einfluss hat dabei die Gestaltung des jeweiligen Automatisierungskonzepts und des betrieblichen Einführungsprozesses. Damit wird der Wandel von Arbeit insgesamt uneindeutig sein und die digitalen Technologien werden die Heterogenität der Arbeitslandschaft vertiefen.

Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen, Wirtschafts- und Industriesoziologie TU Dortmund, Vorstandsmitglied des FGW Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (e.V.), Nordrheinwestfalen, Themenbereich Digitalisierung von Arbeit - Industrie 4.0 http://www.fgw-nrw.de und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Plattform Industrie 4.0 bei acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, Berlin

 

 

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von Elmar Sing

Droht unsere Gesellschaft zu verrohen?

Das GWS Forum 2017 ist mal wieder mit dem Thema vorne – hier aktuell bei Xing „Droht unsere Gesellschaft zu verrohen?“ mit bereits 10 550 Reaktionen:

https://www.xing.com/news/klartext/beim-einsatz-klauten-gaffer-uns-feuerwehrmannern-das-essen-1320?sco_o=da536_df1_1_s

 

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von Elmar Sing

Mediale Inszenierung von Bedrohung – so werden wir durch Sprache manipuliert

Die Verrohung der Gesellschaft beginnt mit der Verrohung der Sprache

 Die Sprache der Politik und der Medien beschreibt nicht nur unsere Wirklichkeit aus einer bestimmten Perspektive, sondern verändert und formt sie zugleich. Das Klima einer Gesellschaft, das Denken und Handeln ihrer Bürgerinnen und Bürger, die politische Kultur eines Landes – all das bleibt niemals unberührt von den Begriffen, in denen es wahrgenommen wird, wie sich an zahlreichen Beispielen zeigen lässt. Ob die Mehrheit der Deutschen die „Flüchtlingskrise“ als Bedrohung oder mit dem Wort „Willkommenskultur“ als Integrationsaufgabe verbindet, das verändert die politische Realität auch hier. Mit den Worten von Friedrich Nietzsche: „Es genügt, neue Namen und Schätzungen und Wahrscheinlichkeiten zu schaffen, um auf die Länge hin neue „Dinge“ zu schaffen.“

Stephan Hebel, Journalist und Publizist u.a. Mitglied im ARD-Presseclub und Ko-Autor von Gute-Macht-Geschichten, 2016. Zuletzt erschien von ihm "Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich! - Ein Brandbrief"; https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Hebel

 

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von Elmar Sing

Resilienz, wo bleibt die Gestaltung des Außen? Ein kritischer Diskurs

Resilienz ist zu einem fast schon magischen Wort geworden, zu einer Art All-Heilmittel gegen nahezu alle Bedrohungen, denen Menschen heute ausgesetzt sind. Nichts spricht dagegen, die Widerstandkraft von Menschen zu stärken und ihnen zu helfen, sich vor Katastrophen besser zu schützen.

Absurd aber wird es, wenn das Bemühen um Resilienz zur Rechtfertigung dafür herhalten muss, nichts mehr gegen die Ursachen von Krisen zu tun. Genau das aber ist zunehmend der Fall. Die Idee der Resilienz, aus der in den Umwelt- und Sozialwissenschaften, aber auch in der Architektur anfangs durchaus sinnvolle Konzepte entwickelt wurden, ist in den letzten Jahren mehr und mehr entpolitisiert worden und erhebt gar nicht mehr den Anspruch, Alternativen zur herrschenden Krisendynamik zu denken.

Thomas Gebauer, Psychologe und Geschäftsführer von medico international e.V.; Friedensnobelpreis 1997 (Kampagne zum Verbot der Landminen); Träger der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt (2014)

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von Elmar Sing

VUKA und ihre Phänomene, Kränkung - Bedrohung - Chance?

Die Phänomene der sog. VUKA-Welt markieren nicht den ersten "erschütternden" Umbruch in der Geschichte, bei dem Denken, Handeln und Selbstverständnis von Gesellschaften, Institutionen und Individuen in Frage gestellt werden.

Welche spezifischen "Bedrohungen", Risiken und Herausforderungen bringt die VUKA-Welt mit sich, vor allem für die Menschen und Organisationen?  Was kommt wohl sicher? Was muss losgelassen werden? Was bleibt? Welche Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten sind (schon) erkennbar oder neu zu entwickeln?  Welche individuellen Haltungen, welche Kulturmerkmale für Organisationen braucht es hierfür?

Hans Dieter Wilms, Gesellschafter PROFESSIO GmbH, Senior Management Coach, Organisationsentwickler, Speaker

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